Ohne ausreichenden Sonnenschutz besser nicht auf den Golfplatz

von Oliver Eisenbiegler (Kommentare: 0)

 

Höheres Risiko für hellen Hautkrebs


Doch der Traditionssport birgt Gefahren: "Viele Golfer gehen ohne ausreichenden Sonnenschutz auf das Green", warnt Hautärztin Dr. Ilona Schreiber vom Hautarztpraxiszentrum in Wolfratshausen. Die Expertin verweist auf eine aktuelle Statistik: "Golfer unterliegen einem 8,5-fach höherem Risiko, an hellem Hautkrebs zu erkranken als Nicht-Golfer." Grund dafür sind Sonnenbrände, die, hervorgerufen durch UV-B-Strahlen, in den oberen Hautbereich eindringen. Jahre später kann aus geschädigten Zellen Hautkrebs entstehen.

 

Jährliches Hautscreening


Unterschätzt wird auch die Schweißbildung. "Kleine Schweißtröpfchen wirken zusätzlich wie Brenngläser." Die Dermatologin empfiehlt daher, neben Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor ein jährliches Hautscreening, eine Untersuchungsmethode, auf die sie sich im Besonderen spezialisiert hat. "So kann ein bösartiger Hauttumor bereits in einem frühen Stadium oder einer Vorstufe erkannt und umgehend darauf reagiert werden." Das Verfahren selbst ist schmerzlos. Um ein Muttermal von einem bösartigen Melanom unterscheiden zu können, verwendet die erfahrene Ärztin ein Dermatoskop, das wie ein Vergrößerungsglas funktioniert. Ähnlich arbeitet der Fotofinder: Mit ihm können Auffälligkeiten auf das Siebzigfache vergrößert werden. "Somit ist eine lückenlose Überwachung möglich und man kann bei Veränderungen sofort reagieren."

 

Spezialgebiet: Nevisense-Untersuchungsverfahren

 

Eine weitere Methode, auf die sich Dr. Ilona Schreiber spezialisiert hat, ist das Nevisense-Untersuchungsverfahren. Hier wird mit Hilfe einer stempelförmigen Elektrode und elektrischen Impulsen die Anordnung der in der Haut liegenden Zellen schmerzfrei untersucht, um so etwaige Unregelmäßigkeiten erkennen zu können. Zusätzlich entwickelt Dr. Ilona Schreiber individuelle und optimal auf den Patienten abgestimmte Präventionsprogramme.

Dass die Hautkrebsgefahr bei Golfern ein großes Thema ist, weiß auch die Geschäftsführung des Golfclubs München-Riedhof. "Sonnencreme stellen wir unseren Mitgliedern und Gästen kostenfrei zur Verfügung", betont Kariem Baraka. Auch werden im Shop Kappen und Hüte verkauft. Das Tragen von Letzteren kann Dr. Ilona Schreiber nur befürworten. "Die UV-Strahlen treffen auf Kopf und Nasenrücken fast senkrecht auf", so die Fachärztin. "Eine Kappe mit Schild kann dies um bis zu 70 Prozent verringern."

 

Weitere Informationen dazu bei Frau Dr. Ilona Schreiber vom Hautarztpraxis-Zentrum

 

Zum Artikel im Merkur

 

Zurück