Ästhetik und Hautgesundheit

von Oliver Eisenbiegler (Kommentare: 0)

Ästhetik und HautgesundheitHeutzutage nehmen ästhetische Behandlungen oft groteske und übertriebene Ausmaße an. Es gibt viele Beispiele aus Hollywood oder aus den Societynachrichten, bei denen man mit gesundem Menschenverstand und einem natürlichen ästhetischen Empfinden eher mit Unverständnis als mit Bewunderung reagiert. Nicht das künstliche Aufplustern sondern ein natürliches Aussehen mit gepflegter Ausstrahlung ist das, was einen Menschen angenehm wirken lässt!

 

Im Praxisalltag einer Dermatologin ist man natürlich mit vielen Varianten von schöner, problematischer und kranker Haut konfrontiert. Junge wie ältere Menschen, Männer wie Frauen und Patienten mit chronischen Hautkrankheiten haben alle das Bedürfnis, sich ‚in ihrer Haut wohl zu fühlen‘ und von anderen Menschen als attraktiv wahrgenommen zu werden. Daher ist es unsere Aufgabe als Therapeuten, dem Wunsch aller Patienten – auch denen mit Akne, Hautkrebs, Narben oder anderen Hauterkrankungen – nach einem ästhetischen Aussehen gerecht zu werden.

 

Dr. Ilona Schreiber beschreibt dies so: „Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht stets die Hautgesundheit – dies gilt bei allen Vorsorgemaßnahmen, dermatologischen Therapien, ästhetischen Eingriffen und Hautpflegeempfehlungen. Ästhetische Medizin soll nicht nur zur Verschönerung und Verjüngung der Haut führen, sondern auch Patienten mit Hautkrankheiten wieder ein sicheres und angenehmes Wohlgefühl in ihrer Haut vermitteln.

 

Ziel der ästhetischen Dermatologie muss es deswegen sein, den jeweiligen Hauttyp passend zum persönlichen Stil zu optimieren. Vor jeder Behandlung sollte der Patient fair und realistisch beraten werden.“

 

Häufig kann man dabei aufverschiedene nicht-invasive Verfahren (ohne Skalpell und Spritzen) zugreifen – nach Bedarf aber auch kombiniert mit invasiven Verfahren (wie etwas Unterspritzungen zur Hautglättung und -verjüngung, Faltenbehandlung und Verschönerung ihres Hautbildes).

 

Zu den nicht-invasiven Verfahren zählen z.B. die Ultaschall- oder Mesotherapie. Bei diesen Behandlungen werden wertvolle Substanzen in die Tiefe der Haut eingeschleust und die Kollagenneubildung angeregt; also die hauteigene Regeneration stimuliert. 

 

Geht es darum, Falten zu reduzieren, die durch einen gewissen Alterungsprozess und Elastizitätsverlust der Haut bedingt sind, eignen sich bestens sogenannte Fillersubstanzen. In aller Regel werden Hyaluronsäurepräparate unterschiedlicher Molekülgröße verwendet. Damit lassen sich ein echter Volumenverlust des Gesichtes oder auch nur feine oberflächliche Linien wieder auffüllen.

 

Narben nach chirurgischen Eingriffen oder durch schwere Akne bedingt, können mittels Laser, Microneedling oder Injektionstherapien deutlich optisch verbessert werden.

 

Zunehmend steht aber nicht nur das Gesicht im Fokus, sondern auch ein schöner Körper. Viele Menschen bemühen sich um einen gesunden Lebensstil und unterstützen Ihre Figur mit Sport und gesunder Ernährung. Häufig gibt es aber hartnäckige Fettpölsterchen, die dennoch nicht verschwinden wollen. Die Lipolyse wird auch  ‚Fett-weg-Spritze‘ genannt und ist eine äußerst effektive, nichtoperative Behandlungsmöglichkeit – etwa bei Hängebäckchen, Doppelkinn, unscharfer Kinnkontur oder unliebsamen Fettpölsterchen im Körperbereich.

 

Die ‚Fett-weg-Spritze‘ ist für kleinere Fettdepots geeignet. Bei der Lipolyse werden überschüssige Fettzellen des Unterhautfettgewebes durch das Einspritzen von Phosphatidylcholin verflüssigt, über Blut und Lymphe zur Leber transportiert und dort verstoffwechselt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die behandelten Fettzellen dauerhaft zerstört werden und es so zu einer Reduktion des Fettgewebes kommt.

 

Es steht uns heute also eine Vielfalt an Behandlungsmethoden zur Verfügung, um ein gesundes attraktives Äußeres zu unterstützen. Wichtig ist es dabei vor allem, sich in professionelle Hände zu begeben, sodass der Patient gemeinsam mit dem Arzt entscheiden kann, wodurch Hautgesundheit, ein gutes Körperempfinden und Ästhetik individuell verwirklicht werden.

Dr. med. Cordula Dammer

 

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