Nagelpilz - ein lästiger Begleiter

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NagelpilzNagelerkrankungen können vielfältige Ursachen haben. Beispielsweise eine Nagelfalzentzündung, Schuppenflechte, ein Handekzem, Kontaktallergien, Verletzungen oder eine Pilzerkrankung (Mykose) können die Nagelsubstanz verändern (Nagelmykose). Die Folge sind brüchige, rillige Nägel und Verfärbungen. Es können sowohl einer oder mehrere Nägel an Händen oder Füßen betroffen sein. Da der Nagel ein Schutzorgan der Finger- oder Zehenkuppe darstellt, sollten Nagelerkrankungen rasch diagnostiziert und behandelt werden. 

 

Das typische Bild ist eine gelb-/ bräunliche Nagelveränderung vom vorderen freien Nagelende ausgehend, die sich immer weiter Richtung Nagelfalz fortentwickelt. Die Nagelplatte wird dabei brüchig und bröselig. Diese Fortentwicklung passiert meist über Wochen bis Monate, sodass man sich leicht an dieses Bild ‚gewöhnt‘. Nagelpilz ist nicht schmerzhaft – es sei denn, es kommt durch die Nagelverdickung zu Druckstellen in Schuhen oder zum kompletten Nagelverlust. Dann ist eine Behandlung allerdings schwer.


Entscheidend ist die Früherkennung und rechtzeitige Therapie. Hierzu stehen medizinisch-/mechanische Behandlungen, äußerlich anwendbare, systemische oder Lasertherapien zur Verfügung.
Zunächst ist die Diagnosestellung durch den Arzt und die Bestimmung der Erreger mittels einer Pilzkultur erforderlich. Vom Ergebnis hängt das weitere Vorgehen ab.


Ist weniger als ein Drittel der Nagelplatte vom Pilz befallen, reichen meist äußerliche Maßnahmen aus. Hierzu zählen antimykotische Nagellacke, medizinische Fußpflege und die Mitbehandlung einer möglicherweise bestehenden Hautmykose an den Zehen oder der Fußsohle. Hierzu sollten Cremes oder Sprays ausreichend lange (etwa 14 Tage lang) angewandt werden um einen Ping-Pong-Effekt von Haut auf Nagel und umgekehrt zu verhindern.
Ist mehr als ein Drittel der Nagelplatte von Pilz befallen, muss meist systemisch mit antimykotischen Tabletten behandelt werden. Da zum Beispiel Großzehnägel sehr lange brauchen (etwa 9-12 Monate), um sich einmal zu erneuern, dauert die Tabletteneinnahme entsprechend lange und bedarf der regelmäßigen Kontrolle möglicher Nebenwirkungen, wie etwa Leberwertveränderungen.


Eine relativ neue Methode ist die Lasertherapie bei Nagelpilz. Dabei wird eine definierte Energiemenge durch Laser auf den Nagel gebracht, was eine Erwärmung zur Folge hat, die den Pilz und seine Sporen absterben lässt. Dies schützt den noch gesunden Nagel vor Befall und kann eine Tablettentherapie deutlich abkürzen oder gar verhindern.


Diese Therapie der Nagelmykose stellt also in Kombination mit äußerlichen Massnahmen eine schonende und effektive Therapie bei Nagelpilz dar, so dass kein Patient resignieren muss, weil „... bei Nagelpilz sowieso nichts hilft!“ Gottlob ist längst das Gegenteil bewiesen und Nagelpilz muss nicht für ein ganzes Lebens lang als ein lästiger und unabwendbarer Begleiter akzeptiert werden! 

 

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