Juli 2017

Die Haut vergisst nichts!

Die Haut vergisst nichts!

 

Im HautarztpraxisZentrum (HPZ)- Wolfratshausen fand zum 01.04.2017 ein Wechsel der Gesellschafter statt. Seit April ist Dr. med. Andreas Leo Mauerer neuer Partner der Gemeinschaftspraxis mit  Dr. med. Ilona Schreiber.

 

Neben der klassischen Dermatologie und Allergologie ist die Vorbeugung, Diagnostik und Therapie von Hautkrebs ein Schwerpunkt der Praxis.

 

Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland. Man unterscheidet im allgemeinen Sprachgebrauch hellen Hautkrebs mit seinen zwei Hauptvertretern (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom) von schwarzem Hautkrebs (Melanom).

Basalzellkarzinome wachsen lokal und können durch eine Operation fast immer geheilt werden. Plattenepithelkarzinome und Melanome besitzen die Fähigkeit Tochtergeschwülste (Metastasen) auszubilden und sind entsprechend gefährlicher. Während seiner vorhergehenden Tätigkeit am Universitätsklinikum Regensburg forschte Dr. med. Andreas Leo Mauerer an den genetischen Veränderungen des Melanoms und ist wie das ganze Ärzteteam im HPZ über alle neuen Erkenntnisse auf dem Laufenden. In den letzten Jahren entstanden zielgerichtete Medikamente, die zu neuen vielversprechenden Behandlungsmöglichkeiten führten. Dennoch ist eine Heilung nicht immer möglich, was Prävention und frühzeitige Diagnose so wichtig macht.

 

Ein wesentlicher Faktor für die Entstehung von Hautkrebs ist die lebenslange UV Belastung der Haut. Wie bei einem Konto sammeln sich die Schäden- abgerechnet wird dann nach Jahrzehnten. Deshalb sollten Sie folgende Regeln beachten:

 

- Schützen Sie Ihre Haut beim Aufenthalt in der Sonne durch geeignete Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnenbrille

- Tragen Sie auf unbedeckten Hautflächen (Kopf, Gesicht, Hände, Arme und Beine) sorgfältig Sonnenschutzmittel auf.

- Vermeiden Sie Aufenthalte im Freien während der Mittagszeit bei starker Sonneneinstrahlung

- Passen Sie die Aufenthaltsdauer in der Sonne an Ihren Hauttyp an.

- Gewöhnen Sie Ihre Haut langsam an die Sonne.

- Vermeiden Sie auf jeden Fall einen Sonnenbrand.

- Säuglinge sollen keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

 

 

 Meist treten in der zweiten Lebenshälfte die ersten gefährlichen Hautschäden auf. Sie zeigen sich als rötlich-braune, sandpapierartige Läsionen (Aktinische Keratosen) und sind Vorstufen des hellen Hautkrebses (Plattenepithelkarzinom). Um eine bösartige Entwicklung zu verhindern, sollten sie rechtzeitig behandelt werden. Hierfür stehen uns operative Verfahren, lokal anwendbare Medikamente, verschiedene Laser oder eine Lichtbehandlung (photodynamische Therapie) zur Verfügung. Hautkrebs muss in der Regel operativ entfernt werden. Dabei hängt vor allem die Prognose des Melanoms von der frühzeitigen Diagnose und Entfernung ab.

 

Bei einem Hautkrebsscreening wird zunächst die gesamte Haut nach Auffälligkeiten untersucht. Computerbasierte Verfahren können dann bei der Beurteilung verdächtiger Veränderungen unterstützend eingesetzt werden. Die Videodermatoskopie ermöglicht eine Dokumentation und Überwachung auffälliger Muttermale. Zusätzlich bietet die Nevisense Methode die Möglichkeit den Zellaufbau innerhalb eines Muttermals mit Hilfe einer stempelförmigen Elektrode zu untersuchen. Sollte eine Operation erforderlich werden, kann diese in den meisten Fällen ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

 

Schützen Sie Ihre Haut vor zu viel Sonneneinstrahlung und vereinbaren Sie einen Termin für Ihre individuelle Hautkrebsvorsorge. Wir beraten Sie gerne.

 

Dr. Andreas Leo Mauerer & Dr. Ilona Schreiber

 

 

2017 von Andrea Birkhahn (Kommentare: 0)